Wie wollen wir 2048 leben? //

Wie werden wir wohnen, arbeiten, essen, uns fortbewegen? Wer sorgt sich um uns und wie stehen wir in Beziehung zueinander? Wie können wir eine Zukunft gestalten, die gerecht und ökologisch ist?

Es ist Zeit für positive Visionen //

Anstatt uns von Klimakrise und Rechtsdruck entmutigen zu lassen, wollen wir auf dem Kongress gemeinsam positive Visionen entwickeln, teilen und diskutieren, die über die kapitalistische Wachstumsgesellschaft hinausgehen und dabei konkret vorstellbar sind.

Wir wollen Menschen zusammenbringen, die in unterschiedlicher Weise bereits an einer besseren Zukunft arbeiten: in sozialen Bewegungen, in Medien und Bildung, in Wissenschaft und Politik, Gewerkschaften und NGOs. Der Kongress soll auch ein Ort für alle sein, die Lust haben, über Utopien und Transformation nachzudenken, ob Einsteiger*in oder Pionier*in.

Wir wollen keinen Masterplan für die Zukunft entwerfen, sondern vielfältige Vorstellungen darüber zusammentragen, wie alles auch ganz anders sein könnte. Wir wollen uns gegenseitig ermutigen und Pläne schmieden, wie dies gemeinsam gelingen kann.

Hier geht´s zur Einreichung //

Stell dir vor, es ist das Jahr 2048 …

… was ist anders? Was macht das gute Leben für alle aus?
Wie leben wir solidarisch miteinander?

Wir wollen konkrete Utopien für das Jahr 2048 entwickeln. Utopien, in denen Menschen in all ihrer Vielfalt weltweit wertgeschätzt werden und frei sowie selbstbestimmt leben können. Utopien, in denen wir gemeinsam entscheiden, um die Bedürfnisse aller Menschen zu erfüllen und eine lebenswerte Umwelt zu erhalten.

Wir suchen nach einer Zukunft für alle, die machbar ist. Um möglichst konkret über ein anderes Morgen nachdenken zu können, ist der Kongress inhaltlich entlang 14 gesellschaftlicher Themenstränge strukturiert. Unsere Ideen aus den verschiedenen Strängen werden wir dann miteinander diskutieren.

Eingerahmt wird der Kongress von Kunst und Kultur, um einen utopischen Raum zu schaffen, der eine andere Gesellschaft nicht nur denkbar, sondern auch spürbar macht.

Ab dem 03. April könnt ihr eure Beiträge hier einreichen.

Wir freuen uns auf ein vielfältiges Programm!

Themenstränge ///

Entlang der folgenden Themenstränge wird der Kongress inhaltlich strukturiert. Wir freuen uns, wenn ihr eure Einreichungen daran orientiert. Im untenstehenden PDF findet ihr ausführlichere Infos zu den Themen, ebenso bei unseren Beiträgen.

Bewegungsfreiheit für alle
Bildung: Schule Macht Zukunft
Die ganze Arbeit
Digitalität
Energie und Klima
Landwirtschaft und Ernährung
Finanzsystem
Bewegungsfreiheit für alle

Stell dir das Jahr 2048 vor: Du musst nicht mehr gegen geschlossene Grenzen und alltägliche Ausgrenzungen kämpfen. Stattdessen bist du Teil einer gelebten Utopie der Welt mit offenen Grenzen! Die Vision der Bewegungsfreiheit bedeutet: Gleiche Rechte für alle Menschen, in allen gesellschaftlichen Bereichen und auf allen politischen Ebenen. Im Kampf um Bewegungsfreiheit müssen wir Viele sein! Alle arbeiten daran, die jeweils eigenen Grenzen im Kopf und damit alle Formen der Ausgrenzung zu überwinden.

Bildung: Schule Macht Zukunft

Wie sieht eine Utopie für die Schule aus? Wie kann Bildung umfassend anders gedacht und umgesetzt werden, um zu einer global solidarischen Lebensweise beitragen? Der Fokus liegt auf Schule, weil sie die meisten Menschen prägt. „Schule“ im Jahr 2048 wird ganz anders sein als heute: Sie wird baulich anders aussehen und Menschen werden sich hier anders begegnen. Die enge Verzahnung mit der Gesamtgesellschaft (lokal und global), altersübergreifendes Lernen, Freiwilligkeit, Mündigkeit, Gestaltungsfähigkeit und Lernen auf Augenhöhe sind zentral.

Die ganze Arbeit

Im Jahr 2048 sind Arbeit und Tätigkeiten grundlegend verändert, neu verteilt und miteinander gestaltet. Alle Menschen haben ein gutes Leben, Verfügung über ihre Zeit, Gestaltungsmöglichkeiten, Zugang zu gewünschten Tätigkeiten, zu sozialer Sicherung, gesellschaftlicher und politischer Teilhabe. Wie können wir die verschiedenen Formen und Sphären der Arbeit so verändern, dass die Teilhabe aller, eine gerechte Verteilung und eine Orientierung an ökologischen, geschlechtergerechten, sozialen und demokratischen Bedürfnissen gewährleistet werden kann? Was können Einstiegsprojekte in eine gute Zukunft des Ganzen der Arbeit sein?

Digitalität

Digitalität meint die Verschränkung von “analogen” und “digitalen” Wirklichkeiten und fragt nach dem Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik. Im Jahr 2048 dient digitale Technik einer gerechten Gesellschaft und wird demokratisch und ökologisch gestaltet. Welche digitalen Technologien können für gesellschaftliche Utopien nutzbar gemacht werden? Welche Rolle können sie in einer utopischen Wirtschaft und für eine demokratische Arbeitsorganisation spielen? Wie kann ein neues Verständnis von Technik sie zugänglicher machen und dazu beitragen, neue Lebensweisen oder Formen des Zusammenlebens zu gestalten?

Energie und Klima

Mit der Klimakrise wurden die ökologisch-sozialen Herausforderungen eines energieintensiven und privilegierten Lebensstils offensichtlich. Stell dir das Jahr 2048 vor: Weltweit entscheiden alle Menschen nach ihren Bedürfnissen und dem ökologisch-sozial Machbaren, wie sie ihre Energie gewinnen, sie nutzen und verteilen. Der dringend notwendige Strukturwandel sollte möglichst viele verschiedene Perspektiven berücksichtigen. Wie viel Energie brauchen wir für ein gutes Leben? Sind bestehende und zukünftige Lösungsansätze skalierbar auf die gesamte Welt mit ihrer Vielfalt an Lebensweisen und -entwürfen?

Landwirtschaft und Ernährung

Im Jahr 2048 gibt es ein klimagerechtes und demokratisches Ernährungssystem. Eine bedarfsgerechte Kreislaufwirtschaft kann gute Arbeitsbedingungen und Zugang zu gesunden und kulturell vielfältigen Nahrungsmitteln für alle ermöglichen. Menschen sorgen füreinander und für die Umwelt und leben auch gut im ländlichen Raum. Wie kommen wir dahin? Welchen Beitrag können andere Formen von Organisation wie zum Beispiel Genossenschaften leisten? Welche Rolle spielen Mechanisierung und Digitalisierung, Lokalpolitik und Verwaltung? Welche Bündnisse braucht es, um die Transformationspfade gemeinsam zu gestalten?

Finanzsystem

Das Finanzsystem im Jahr 2048 ist demokratisch kontrolliert und stabil. Es dient dem sozial-ökologischen Umbau und der gesellschaftlichen Wohlfahrt. Brauchen wir noch ein Geld- und Finanzsystem und wie könnte es ersetzt werden? Wie sieht die Architektur des Finanzsystems aus und welche Rolle spielen Geld und Finanzen in einer Gesellschaft ohne Wachstum und Profitorientierung? Wie werden gesellschaftliche Aufgaben finanziert und wie trägt das Finanzsystem dazu bei? Wie steuern wir diskriminierungsfrei internationale Finanzströme?

Gesellschaftsorganisation
Globale Gerechtigkeit
Die Welt der Beziehungen
Mobilität: Bewegung von unten
Solidarisch Wirtschaften
Soziale Garantien
Wohnen
Gesellschaftsorganisation

Im Jahr 2048 leben wir in einer utopischen Gesellschaft: Wie ist sie konkret organisiert und wie erreichen wir sie? Reicht es Märkte zu regulieren oder müssen wir sie abschaffen? Welche gesellschaftliche Strukturen verhindern Diskriminierung und machen sie überflüssig? Wurde der Staat verändert oder ersetzt? Ist Konsum noch an Leistung gekoppelt oder wurde Arbeit(szwang) weitgehend abgebaut? In welchem Verhältnis stehen größere gesellschaftliche Brüche und graduelle Veränderungsprozesse? Welche Rolle spielen Konstruktion neuer Beziehungsweisen und Keimformen?

Globale Gerechtigkeit

Im Jahr 2048 sind die über Jahrhunderte bestehenden kolonialen Ungerechtigkeiten ausgeglichen – materiell, finanziell, technisch, ökologisch und ideologisch. Wir leben in einer Welt, die von globaler Gerechtigkeit geprägt ist und in einem beständigen Prozess diese aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Globale basisdemokratische Institutionen verhandeln gemeinsame Werte, auf deren Basis die Teilhabe und Mitgestaltung aller ermöglicht wird. Wie können globale Institutionen die Teilhabe aller verwirklichen? Welche gesellschaftlichen Fragestellungen werden global verhandelt und welche lokal? Wenn wir wirtschaftlichen Austausch verringern – wie können wir ideellen Austausch, Bewegungsfreiheit und die Teilhabe aller dennoch verwirklichen?

Die Welt der Beziehungen

Im Jahr 2048 haben Menschen gemeinsam eine lebenswerte Zukunft erschaffen. Dafür haben sie ihr Potenzial für Beziehungs- und Liebesfähigkeit entfaltet, ihre Empathie für alles Lebendige gestärkt und ihre Mitwelt geachtet. Wie kann eine zukünftige Beziehungs- und Liebeskultur aussehen? Wie können wir eine Kultur des Miteinanders gestalten? Wie wird sich die Welt verändern, wenn wir uns wieder auf die Beziehung mit uns selbst einlassen und mit unserer Körperlichkeit und Sexualität? Wie werden sich auch unsere Vorstellungen von Geschlechtern verändern und von ihren Beziehungen untereinander?

Mobilität: Bewegung von unten

Wie bewegen wir uns im Jahr 2048? Welche Mobilitätsutopien haben unterschiedlichste Menschen und verschiedene Gruppen weltweit? Wie sieht eine gerechte und ökologische Mobilität für alle aus? Wie und von wem wird sie gestaltet? Leben wir in einer autofreien Stadt der kurzen Wege, und welche Rolle spielen ÖPNV, Bahn und (Elektro-)Auto im ländlichen Raum? Wie werden die Mobilitätsbedürfnisse marginalisierter Gruppen befriedigt? Wie wird die Produktion der zukünftigen Verkehrsträger und Infrastruktur organisiert sein? Wie bereisen und erkunden wir die Welt? Welche Rolle spielt der Güterverkehr? Wie lassen sich regionale Wirtschaftskreisläufe mit Weltoffenheit und kulturellem Austausch verbinden?

Solidarisch Wirtschaften

Im Jahr 2048 gibt es ein Netzwerk demokratisch organisierter Betriebe, die ihre Produktion an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten und lokal verankert sind. Kooperation statt Konkurrenz ist die Devise. Welche Rolle spielen Staat, Markt, Planung, Eigentum, Geld oder andere Tauschmittel in einer solidarischen, nachhaltigen Wirtschaft? Wie ist das Verhältnis von globalen, kontinentalen, regionalen und lokalen Produktionsprozessen? Wie lassen sich die aus einer solidarischen Wirtschaft entstehenden Beziehungsweisen zu anderen Menschen und unserer Mitwelt beschreiben? Wie werden mentale Infrastrukturen geschaffen, die solidarisches Handeln auf globaler Ebene motivieren?

Soziale Garantien

Im Jahr 2048 gibt es soziale Garantien, die jedem Menschen an jedem Ort, an dem er lebt, die Existenz und gesellschaftliche Teilhabe gewährleistet. Wie muss soziale Gerechtigkeit definiert und politisch erstritten werden, dass kein Mensch von den sozialen Garantien des Lebens ausgeschlossen werden kann? Welche „Leuchttürme“ weisen den Weg zu deren Umsetzung? Welche politischen Strategien, konkreten Projekte und Bündnispartnerschaften sind nötig und möglich? Welche internationalen Perspektiven gibt es?

Wohnen

Um das Grundrecht auf Wohnen für alle zu verwirklichen, darf sich im Jahr 2048 niemand mehr am Wohnungsmarkt bereichern. Die Profitorientierung ist überwunden und alle können gut wohnen. Aber wie genau sieht das aus – was heißt “gutes Wohnen” in der Zukunft? Wem gehört der Wohnraum? Wie bauen wir? Wie organisieren wir Gemeineigentum? Wer wohnt wo und wie viel Platz haben wir eigentlich? Unter welchen Bedingungen ist ein vielfältiges Zusammenleben möglich? Wer kümmert sich, wenn das Abflussrohr leckt oder Nachbar*innen krank sind?

Über uns ////

Der Kongress Zukunft Für Alle wird vom Konzeptwerk Neue Ökonomie gemeinsam mit einem basisdemokratischen Organisationskreis, dem Student*innenrat der Universität Leipzig und einem Trägerkreis veranstaltet. Der Trägerkreis besteht aus einer Vielzahl von Kooperationspartner*innen.

Um alle Neuigkeiten zum Kongress und vom Konzeptwerk zu erhalten, kannst du dich in unseren Newsletter eintragen.

Ergebnisse der Zukunftswerkstätten ////

Gemeinsam mit vielen Vordenker*innen haben wir im Vorfeld des Kongresses “Zukunftswerkstätten” zu verschiedenen Themenbereichen durchgeführt. Daraus sind Vorschläge für mögliche Zukünfte entstanden.

Lasst euch inspirieren! Die Ergebnisse könnt ihr im Blog nachlesen:

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